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Sonntag, 14. Mai 2017

Sporttag

Diese Woche war wieder mal Field Day und ich stand pünktlich zum Helfen bereit. Mein Posten hiess "Beach Ball", was so viel bedeutet, dass jedes Kind mit einem Fuss auf einer Nummer steht und stehen bleibt, während der Ball so oft wie möglich hochgeworfen werden soll. 



Theoretisch klingt das Spiel gut, aber praktisch war's ein Chaos. Natürlich scherten sich die Kinder nicht um ihren Punkt, sondern sahen nur den Ball und rannten im Rudel nach dem farbigen Teil! Es war lustig und vor allem ein Mädchen der 3. Klasse war jeweils sehr rigoros, rannte dem Ball nach, kämpfte und riss ihn den Jungs aus den Händen, raufte richtiggehend bis die Lehrer dazwischen gingen.

Auf der Wiese wurden verschiedene Spiele gespielt und im ganzen waren es wohl so um die 12 Posten die durchlaufen wurden.






Das Beste war allerdings der "Dunk Tank" und ich wollte eigentlich Cédric dafür anmelden - der wollte sich aber nicht zur Verfügung stellen!


Das ist wie im Film, oder? Da versuchen die Kinder mit dem Ball den roten Punkt zu treffen um die Person über dem Tank ins Wasser fallen zu lassen. 

Der Beste war aber der Schuldirektor, der schliesslich auch in den Tank stieg.


Der im Neopren und Schnorchel erschien!


Das fanden die Kinder natürlich Spitze! Und wir Eltern auch! 

Dann kam die ganze Schule zusammen und die Lehrer versuchten Mr. Andrezza - den Schuldirektor - ins Wasser zu schiessen. 


Schliesslich wurde zum Mittagessen Pizza verteilt und zum Nachtisch wieder Eis! 


Übrigens ist die Frau mit der weissen Mütze Frau McCorry, Djuliens Lehrerin und die Dame rechts von ihr Frau Freeman, die Helferin!

Während die Kinder das Eis genossen machten wir uns bereit für die Schnitzeljagt! SCHNITZELJAGT!!! Als ich das hier das erste Mal hörte war ich beindruckt aber ich sollte es in der Zwischenzeit besser wissen! Während in der Schweiz bei einer Schnitzeljagt die Leute einem mit Schnitzel markierten Pfad entlang jagen um etwas zu finden, ist das hier in Amerika eine ganz und gar andere Geschichte. Ich und mehrere andere Mütter kriegten eine Tüte voller bescheuerten, billigen Plastikdinger, wie Pfeiffen, Rasseln und so Zeugs, in die Hand gedrückt mit der Bitte, die Dinger auf der Wiese zu verteilen! Das nennen die Schnitzeljagt, alles offensichtlich auf die Wiese schmeissen, so dass niemand sich überhaupt nur annähernd für etwas anstrengen muss. Genau wie zu Ostern überall diese sinnlosen "Eierjagten" organisiert werden, wo tausende Eier auf einer kleinen Wiese herumliegen und diese von den Kindern "gesucht" werden müssen! Oh je, kann ich da nur sagen! Abschreckend!

Die Kinder hier kennen aber nichts Anderes und so war die Schnitzeljagt wie alles andere ein überaus tolles Erlebnis.

Die ganze Woche trocken überstanden kam pünktlich zum Samstag wieder mal der Regen und wieder ist ein Campingwochenende ins Wasser gefallen. Sonntag Morgen wurde ich aber erst mal reich beschenkt! Djulien hat gebastelt und unter anderem bekam ich diese zwei tollen Geschenke:


Ich liebe Dich mit einer Kirsche oben drauf! Hi hi, keine Ahnung wie er das genau meint aber es klingt süss!


Dann bekam ich noch schriftlich die 10 Gründe, warum Djulien seine Mutter liebt! Diese Aussagen sind sowas von lustig und ich muss immer wieder schmunzeln wenn ich sie lese. Zum Beispiel Nr. 9: "Ich liebe meine Mutter weil sie mir hilft mich zu beruhigen!" hi hi!

Nr. 3 ist aber mein Favorit: "Ich weiss, dass meine Mutter klug ist, weil sie gut zeichnen kann"!!!

Die Kids lernen jetzt gerade "Schnüerlischrift" und er hat seinen Namen schon sehr gut raus!

Während wir frühstückten kam schliesslch die Sonne kurz raus und so sind wir schnell für einen Spaziergang in den Park gefahren.






Alle Jahre, gegen Ende der Schulzeit, kriegen wir von der Schule eine Broschüre mit der Info, dass Schulmaterial für das nächste Jahr bestellt werden kann. Es hat 3 Jahre gebraucht bis ich das nun endlich hier erwähne. 

Nicht wie in der schönen Schweiz, muss hier jedes Kind sein Schulmaterial selber bringen. Das kriegt man nicht einfach von der Schule geschenkt! Habt Ihr Euch das schon mal überlegt? Wie selbstverständlich das für uns in der Schweiz doch ist?

Heft, Hefter, Bleistift, Farbstifte, Gummi, Leim, Neocolor, Schere.... und zum Schluss noch die.... ja, wie nennt man die denn nochmal? Sanitary wipes - in Englisch! Hm, mein Überseztungsprogramm sagt hygienisches Wischtuch! Im gelben Teil ganz rechts, darin befinden sich diese Hygienetücher, die wohl von Djulien nie gebraucht werden....  und braucht es die denn wirklich?


Dieses Paket (alles ausser den Rucksack) kann jedes Jahr im Mai für das nächste Schuljahr bestellt werden. Das erste Jahr hab ich ehrfürchtig dieses Formular ausgefüllt und die Hälfte ja eh nicht verstanden. Was ist denn ein "Marble Composition Book"??? Oh je! Ich war total überfordert. Und für was brauchen die denn eine Plastikdose? 

Ok, inzwischen bin ich ein Profi und kann das Zeugs alles selber und viel günstiger besorgen. Ein Marble Composition Book ist einfach nur ein Heft mit Marmor-aussehendem Deckblatt. Oh je, EINFACH EIN HEFT! Sagt das doch einfach! 

Die Plastikbox ist ein stylloses Etui!!! Sowas hässliches! Da staunden die Amis auch immer, wenn Djulien mit seinem schönen Schuletui auftaucht! Sowas kennt man hier nicht!!! 

Tja, so sind die Länder eben verschieden!




Sonntag, 7. Mai 2017

Regen, Regen, Regen

Dieses Jahr entpuppt sich der Frühling als extrem nass, und anstatt dass wir auf unserer neuen Lounge sitzen...





und die wunderschönen Farben der blühenden Bäume geniessen können,


regnets ständig und das Campingwochenende ist erst mal ins Wasser gefallen.


Dabei wäre sogar die Innendeko fertig und wir sind sowas von bereit für unser erstes Wochende im Wohnwagen! 



Auch einen Namen hat er gekriegt, unser kleiner Anhänger!



Wenn immer es mal ein wenig schöner ist draussen, schick ich Djulien raus zum Spielen. Und siehe da, er zieht auch nach 3 Jahren Cara immer noch gerne in dem Wagen durch die Gegend! Die beiden sind nach wie vor, kaum aus der Schule, unzertrennlich!





Die Wetterovorhersage zeigt weiterhin REGEN




Wie immer sind wir jedoch voller Zuversicht und hoffen auf einen baldigen Wetterumschwung. WIR MÖCHTEN ENDLICH CAMPIEREN!!!!






Sonntag, 23. April 2017

Schöner Frühling

Inzwischen haben wir den Wohnwagen in Hamburg Pennsylvania abgeholt. Wir hatten die phantasievollsten Ideen, wo wir den hinter dem Haus parkieren und Cédric machte sich Sorgen, wie wir das Teil dorthin bringen.

"Was? Da machst Du Dir Wochen früher schon Sorgen!? Was ist denn los mit Dir? Das machen wir ratz-fatz!" Das war so ungefähr meine Reaktion auf seine Aeusserung. Als Tochter eines Lastwagenchauffeurs hatte ich irgendwie das Gefühl, das kriegen wir locker hin! 

Schliesslich sind wir an der 161 Center Avenue vorgefahren und haben das Teil parkiert! Oder auch nicht! Ihr hättet uns sehen sollen. 3x ist Cédric erneut um die Häuser gefahren um ein weiteres Mal Anlauf zu nehmen. Dieses Mal hoffentlich mit einem bessern Winkel! Doch genau dieser Winkel war sehr oft das Problem. Der Winkel war viel zu stark und die eine der zwei Achsen am Wohnwagen stand irgendwann beängstigend schief unter dem Fahrzeug! Oh je, vor meinem inneren Auge haben wir dem Wohnwagen das Rad bereits abgeklemmt. Fast hysterisch stand ich inzwischen auf unserer Strasse. Das hat mein Vater irgendwie immer souveräner gemacht, und der parkierte schliesschlich 18 Meter in einen schmalen Parkplatz! Cédric kann das irgenwie nicht so gut, oh je (grins)! 
DAS GEHT SO NICHT!!! WIR BESCHÄDIGEN DAS DING SCHON BEVOR WIR ES 1X IN GEBRAUCH GENOMMEN HABEN!!! WÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ...
Ich war den Tränen nah. Hm, um ehrlich zu sein, waren die schon in meinen Augen! 

Nach 30 Minuten stand der Wohnwagen schiesslich gerade wie ein Zinnsoldat in der Auffahrt! Zu dieser Zeit war ich am Boden zerstört und einem Nervenzusammenbruch nahe!  


Ich glaube, ich möchte den Wohnwagen jetzt den ganzen Sommer genau hier stehen lassen!  Keine Sonderideen mit hinter die Garage oder vor unsere Terrasse stellen. Pfeilgerade einfach in der Auffahrt! So wird der Wohnwagen jetzt stehenbleiben! HIER werden wir also von nun an campieren!

Es hat mir für einen klitzekleinen Moment die Freude am Campieren genommen.... ich musste mich langsam dem Wohnwagen wieder annähern und wir müssen noch ganz fest parkieren üben! 

Tja, und auch wenn er vielleicht nie mehr vom Platz gefahren wird, hat er nun passende Vorhänge für die Kinderbetten gekriegt:




Die Betten sind angezogen alles ist eingerichtet, wir wären eigentlich bereit für unser erstes Campingabenteuer. 


Und wenigstens einer kann unsere erste Ausfahrt kaum abwarten!




Einen ersten Toten hat unser Wohnwagen auch schon zu verbüssen. Das Kabel das von unserem Wohnwagen in die Garage geht, hab ich durch das von den Steifenhörnchen aufgebissene Schlupfloch gezogen. Offenbar hat ein Streifenhörnchen dann versucht von der Garage rauszukommen und hat am Kabel genagt.... es ist jetzt ein Engelchen im Streifenhörnchen-Himmel! Das Kabel geht nun nicht mehr durch das Schlupfloch... 

Noch ohne Wohnwagen sind wir für einen Tag nach Atlantic Highland, dem Wohnort von Bruce Springsteen gefahren. Atlantic Highland liegt ganz im Norden der New Jersey Küste, vor Sandy Hook und hier haben wir uns wieder mal auf einen kleinen Spaziergang eingelassen.








Der Frühling ist herrlich und wir geniessen die im Moment leider nur wenigen regenfreien Tage!






Wir wünschen eine schöne Woche!