Translate

Montag, 8. September 2014

Chatham Police, unser Freund und Helfer

Samstag Morgen 7.30 Uhr, Familie Koller, inkl. Oma und Opa am Aufwachen! Djulien wie immer hellwach auf unserem Bett herumtollend, stelle ich plötzlich fest, dass meine 4 Handtaschen, die normalerweise in der Ecke im Schlafzimmer, an drei Hacken hängen, weg sind!


Sofort wird Djulien verdächtigt. Doch der kann die Hacken nicht erreichen und an seinem Gesichtsausdruck ist auch zu erkennen, dass er keine Ahnung hat, von was wir sprechen.

Aber meine Handtaschen sind weg und erst sind wir mal alle Nachdenklich und Überlegen, was hier passiert sein könnte. Es scheint, dass ausser den Handtaschen nichts fehlt.

Als Cédric nach draussen geht um Brot für das Frühstück einzukaufen, findet er eine meiner Taschen im Gras liegen.... immer noch sind wir irgendwie wie unter Schock.

Noch während ich zu Hause nach der Nummer der Polizei suche, kehrt Cédric mit dem Polizeiauto im Schlepptau vom Einkaufen zurück. Ein zweites und drittes Polizeiauto fährt vor und die Nachbarn stehen inzwischen alle vor ihren Häusern.

Noch während wir zwei Polizeibeamten erklären was passiert ist und ausrechnen wann wir bis wann zu Hause waren oder nicht, finden Oma und Opa meine drei weiteren Handtaschen. Sie liegen im Busch des Nachbarn. Die Polizei schmunzelt erst mal und verdächtigt nun auch Djulien und die zwei Nachbarsmädchen. Sowas hätten sie noch nie gesehen.... Ob ich denn bald Geburtstag hätte und die Handtaschen verschwinden lassen wollte, um eine neue zu erhalten.... Hm, für kurze Zeit ist es lustig, dieser Vorfall, aber je länger der Tag anhält desto mehr dämmert mir, was hier geschehen ist.
 
Entweder sind die Diebe während wir Abendessen waren, über die Verandatüre ins Haus eingedrungen. Dann aber ist nicht klar, warum nur die Taschen mitgenommen wurden. Schliesslich hatte ich meine andere Tasche mit Portemonnaie und allem in der Küche liegen, genauso wie mein IPhone. Kann sein, dass wir nach Hause kamen, während die Diebe im Haus waren und die darum schnell flüchten mussten.
 
Das zweite Szenario möchte ich mir lieber nicht genau ausmalen. Die Diebe sind im Morgengrauen ins Haus gekommen. WÄHREND WIR SCHLIEFEN! Daran möchte ich gar nicht erst denken. Tatsache ist, dass unsere Sprinkleranlage nachts von 3.15 bis ca. 3.30 Uhr in dem Wiesenteil läuft, in dem mindestens eine meiner Taschen gefunden wurde. Diese Tasche ist allerdings trocken, was darauf zurückzuführen wäre, dass sie erst nach 3.30 Uhr im Haus waren...
 
Sonntags ist die Polizei dann für einen Rapport und Unterschrift erneut erschienen. Und heute stand zu aller Erstaunen, auch noch ein Reporter mit Kameramann von Chanel 2 CBS vor der Türe. Die teilten mir dann auch mit, dass in zwei weitere Häuser, in der Umgebung, eingebrochen wurde. Mindestens in einem davon, waren die Bewohner ebenfalls zu Hause.
 
 
Einbrüche in Chatham NJ

Hatten wir Glück, weil uns am Ende nichts gestohlen wurde? Vielleicht!
Was mich allerdings im Schock zurück lässt ist die Tatsache, dass die überhaupt in unserem Schlafzimmer waren. Mein Schlaf ist erst mal recht gestört und in unserer Verandatüre steckt nun ein Tennisraquet.
 
Djuliens Bemerkung zum ganzen Vorfall war heute dann noch:
 
Mami, Deine Handtaschen sind einfach aus dem Haus marschiert, an die frische Luft. Das haben sie in Szeged nie getan!
 
Es ist so schön ein so unbeschwertes Kind zu sein und ich bin froh, kapiert er so überhaupt nicht, was vorgefallen ist.
 
 
 

Sonntag, 7. September 2014

Besuch von Oma und Opa

Schon lange freuten wir uns auf den Besuch von Oma und Opa und Djulien erzählte uns jeden Morgen, wie oft er noch schlafen muss, bis wir sie endlich am Flughafen abholen können. Kaum zurück aus unserem Cape Cod Urlaub, machten wir uns also auf den Weg nach Newark, und konnten die beiden nach den üblichen Wartezeiten für Einreisefragen und Fingerabdrücken, endlich in die Arme schliessen.
 
Für diesen Besuch extra aufgehoben, machten wir, unter anderem, nun endlich die typische Touristen Hop on Hop off Tour. Bei tropischen Temperaturen liessen wir die Stadt auf dem Deck des Buses an uns vorbei ziehen und erblickten nochmal einiges Neues oder vieles aus neuem Blickwinkel.


Flatiron Building

West Broadway Street
 
Sandstrand mitten im Financial District

berühmte Wall Street
 
Battery Park mit Aussicht auf die State of Liberty
 
Blick von der Manhatten Bridge auf das "One World Trade Center" 
Auf dem "Top of the Rock" (Rockefeller Center)
 
Blick vom "Top of the Rock" (Rockefeller Center) auf den Central Park
 
Der Hunger wird, an einem der vielen Hot Dog Ständen, gestillt!
 
Kirmis im Central Park


Marsch über die Brooklyn Bridge
 
Sicht auf die Manhattan Bridge

Sicht von der Manhattan Bridge auf das Financial District
 
Times Square beim Eindunkeln


 
Dazwischen verbrachten wir allerdings auch ruhigere Tage - im Zoo, am New Jersey Strand oder zu Hause.
 


 
Während den ganzen 10 Tagen konnten wir fast ausschliesslich noch auf der Verande das Abendessen, oder sogar das Frühstück geniessen. Nicht selten konnten wir dabei einige Rehe und Hirsche, sogar auf unserem Spielplatz beobachten.
 

 
Die 10 Tage mit Oma und Opa waren im Nu um und Djulien hat die beiden mehrere Male darauf hingeweisen, dass sie doch hierher ziehen könnten. Wir sind nicht sooo sicher, ob Opa das will, grins!
 
Wir hatten eine sehr tolle Zeit! Und auch wenn Ihr nicht zu uns ziehen möchtet, Ihr seit jederzeit wieder bei uns willkommen, Oma und Opa! 



Wir wünschen eine gute Rückreise!


Donnerstag, 28. August 2014

Cape Cod

Hier beginnt das Schuljahr spät und geht praktisch ohne Unterbrechung bis Weihnachten. Zwischendurch sind es nur einzelne Freitage und zwei aneinandergereihte Feiertage an Thanksgiving, dem letzten Wochenende im November.
Also "mussten" wir unsere Herbstferien vorverlegen und zogen letzten Samstag mit Sack und Pack, Fahrrad, Zelt und Schlafsack los.

Die Reise ging diesmal nach Cape Cod, einer Landeszunge im Nordosten von uns, im Staat Massachusetts. Die Fahrt ging durch die Bronx und bis wir endlich den Staat New York hinter uns gelassen hatten, standen wir immer mal wieder im Stau. 
Unser erstes Ziel war die Fähre die zur Insel "Martha's Vineyard" führt. In vielen Romanen verbringen die Leute auf Martha's Vineyard ihren Urlaub und auch der Präsident fährt jedes Jahr für eine Woche dorthin. Es soll sehr schön sein und ich wollte endlich sehen, ob das stimmt!
Das eine Vorreservation der Fähre von Vorteil ist, wussten wir. Leider war es via Internet nicht möglich und auch telefonisch hatte ich nie Erfolg.
Da die Sommerferien bald vorüber sind, hofften wir auf wenig Besucher, wurden allerdings eines Besseren belehrt. Die Fahrt HIN zur Insel wäre möglich gewesen, aber zurück erst in ca. einer Woche.... Tja, also wird dieser Inselbesuch auf Ferien in der Zukunft verlegt. Die rennt ja nicht weg!
 
Ein gemütlicher Campingplatz war in der Nähe, in Falmouth, direkt an einem Fahrradweg, schnell gefunden. Djulien war richtig aufgeregt und konnte es nicht fassen, mal in einem Zelt schlafen zu können. Wir mussten ihn an diesem ersten Abend fast mit der Hammertherapie ruhig stellen!
 
Die Idee war, zwei Nächte hier zu campieren und dann weiter bis ans Ende des Capes, nach Provincetown zu fahren, um dort in einer Pension zu übernachten.
Schon nach der ersten Nacht waren wir infisziert vom Campingvirus und bekamen richtig Spass daran. Die Natur auf diesem Cape ist wunderschön, die Häuser und Dörfer idyllisch, von den Stränden nicht zu sprechen und überall gibt es viele Fahrradwege, die es zu erkunden hiess.
 



 
Nachts fielen wir müde ins Bett und ich störte mich auch nicht an einem gelegentlichen Fusstritt oder plötzlichem Arm auf meinem Gesicht, weil es in unserem 2 1/2 Personen Zelt doch eher eng war. Viel zu schön war es, die Augen aufzuschlagen und das kleine, friedlich schlafende Gesicht von Djulien zu sehen, als dass ich mich von irgend etwas hätte stören lassen. Natürlich immer mit der Hoffnung im Hinterkopf, dass er nicht mit dem Sonnenaufgang um 6 Uhr radau macht!
 









 
Schliesslich fuhren wir weiter gen Osten, nach Chatham Massachusetts! Dieses Chatham hat uns sogar noch besser gefallen als unseres!


 
Hier bestaunten wir am Hafen wie die Fischer ihren Fang entladen und dabei von gierigen Möven und Seehunden belagert werden.
 
Beim Frühstück am Strand zu sitzen und die Leute beim Yoga auf dem Surfboard zu beobachten hat schon was. Irgendwie kann ich mir dieses Leben sehr gut vorstellen.... Vielleicht sollten wir von Chatham New Jersey nach Chatham Massachusetts ziehen....


Auf jeder einzelnen Fahrt auf Cape Cod hätte ich alle paar Meter aus dem Auto hüpfen können um Fotos zu schiessen. Hab ich natürlich nicht gewagt, sonst wäre Cédrics Drang nach vorne gestört worden. Strände, Gärten, Häuser, Antiquitätenläden, andere Läden und viele Kuriositäten!
Unsere nächsten zwei Nächte verbrachten wir in einem Campingplatz südlich von Provincetown.
 

 



Als wir die Stadt am äussersten Zipfel der Landeszunge erkundeten, taten wir das wieder mit dem Fahrrad. Allerdings stiessen wir schnell auf einen langen Steinpier, der weit weit hinten auf einen unberührten Teil der Landeszunge stösst.
 


 
Hier machten wir Halt zum Fischen, gingen allerdings immer weiter und weiter bis wir schliesslich auf dieser Landeszunge standen und über die Düne marschierten. Hier fanden wir unseren Traumstrand, wo wir schliesslich den ganzen Tag fast alleine verbachten. Ich hab noch nie in meinem Leben einen so für mich perfekten Strand gesehen! Es war Idylle pur!
 



Provincetown selber ist von Homosexuellen in Beschlag genommen und die farbigen Fahnen sind überall präsent! In der Stadt selber ist viel los, tolle Restaurants und Läden und ich hab wohl noch nie eine so geballte Ladung trainierter Männer auf so wenigen Quadratkilometer gesehen. Sind schon schöne Männer.... die, die nicht auf Frauen stehen!
 






 
Nach zwei Nächten bauten wir auch hier unsere Zelte wieder ab und fuhren Richtung Heimat. Die Rückreise bewältigen wir in zwei Tagen. Auch hier wieder mit Stop an einem wunderschönen Strand, den wir früh morgens für uns alleine hatten.
 
 
Was für erholsame Ferien. Wer hätte das gedacht - wir nicht, dass wir uns in unserem kleinen Zelt so wohl fühlen und auch noch super schlafen können! Wir werden wohl in Zukunft des öfteren mit unserer Campingausrüstung losfahren!
Und da ist noch etwas, dass ich hier in Amerika sehr schätze! Die super grosse, super schnelle Waschmaschine. Da kommt man vom Urlaub nach Hause, schmeisst fast die ganze Ladung Wäsche in die Maschine und ist in 20 Minuten schon beim Aufhängen oder Trocknen der genauso sauberen Wäsche! Da macht sogar das Heimkehren spass!
 
 
Goodbye Cape Cod!!!