Dieser Blog war für uns immer eine Verbindung nach Hause. Heute fühlt sich dieses Schreiben bittersüss an, denn einer meiner verlässlichsten Leser, Eugen, ist letzte Woche verstorben. Er hat uns oft auf unsere Einträge geantwortet und uns geschrieben, und er wird uns sehr sehr fehlen.
Am vorletzten Samstag besteht Djulien seine Autoprüfung. Die Freude ist gross – doch sie hält nur kurz an. Beim anschliessenden Beantragen des Führerausweises im Büro im Nachbargebäude wird ihm dieser verweigert.
Der Grund: seine „Green Card“. Diese sei ihm, wie man uns erklärt, vor seinem 14. Geburtstag ausgestellt worden, weshalb er zuerst eine neue beantragen müsse. Auch meine hartnäckigen Gegenargumente und der Hinweis, dass eine neue Green Card gar nicht beantragt werden kann, solange die bestehende noch gültig ist (was erst in sieben Jahren der Fall sein wird), ändern nichts. Die Mitarbeiterin und ihre Kollegin bleiben bei ihrer Einschätzung.
Djulien ist entsprechend enttäuscht. Zu Hause informieren wir uns jedoch nochmals genau – und stellen fest, dass die Auskunft schlicht falsch war. Am darauffolgenden Dienstag gehen wir zu einem anderen Büro. Dort erhält Djulien seinen Führerausweis innerhalb von 15 Minuten.
Djulien hat mir auf dem nach Hause Weg vom Strassenverkehrsamt gestanden, dass er unsere Ausfahrten zusammen vermissen wird. Das war doch sooo schön zu hören und seither sind wir bereits schon 2x wieder ein wenig zusammen herumgefahren.
Im Moment ist allerdings Autofahren für nicht Notfälle gerade nicht erlaubt. Seit gestern schneit es ununterbrochen, inzwischen hat es wohl so um die 60cm, und die Stadt hat das Autofahren verboten.
Weil absolut niemand unterwegs ist, lassen wir Tokyo auf unserem Morgenspaziergang ohne Leine herumrennen. Sie liebt es.
Chasch eus echli Schnee schicke. Ich würd mi freue.
AntwortenLöschenDe isch igfrore. Bi -18 am Tag gaht nüt me und ich vor allem nöd verusse. 🧊 🥶 🥶
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